|
SCHMERZTHERAPIEZENTRUM |
Erfahrung schon seit 1983
GLOSSODYNIE
Der Begriff
Der Wortteil "Glosso" bedeu tet Zunge und "dynie" w ird mit Schmerz, Schmerzhaftigkeit überset zt, Glossodynie steh t demnach fü r Zungenschmerzen.
Von einer Glossodynie sind Frau en insgesamt häufiger betroffen al s Männer.
Of t sind die Beschwerden abhäng ig von der Tageszeit. I m Laufe des Tages neh men die Missempfindungen öfters zu, sie beg innen morgens sch wach und können zum Beispie l am Abend dann kau m erträglich sein. Sch lafstörungen treten allerdings gewöhn lich nicht auf und auch bei de r Nahrungsaufnahme treten die Sym ptome eher in den Hintergrun d. Sehr häufig w ird bei einer Glossodynie der Schmerz charakter als brennend angegeben. Die Glossodynie wird nich t selten zu dem von einer (stellenweise deu tlich sichtbaren) Entzündung der Zun ge (Glossitis) begleitet. O ftmals tritt auch das Ph änomen der „Mundtrockenheit“ (sog. „Xerostom ie“) hinzu. Häufig schwan ken Intensität und Lokal ität. Die Zunge ist meis t seitlich (beiderseitig) u nd an der Spitze bet roffen, wobei jedoch keine Zusammen hänge mit dort laufenden Nerven bahnen bekannt sind.
Nicht selten t ritt die Glossodynie zusammen mit fo lgenden Symptomen (= Krankheitszeichen) au f:
begleitendes Brennen der Mun dschleimhaut, das so g. „Burning Mouth Syndrom“.
Em pfindungsstörungen
Geschmacksstörungen
Ju ckreiz
Kribbeln
S techen
Gefühl des Wundseins
Mund trockenheit
Auch bei einer aku ten Zungenentzündung (G lossitis) handel t es sich in den meisten Fäll en um eine harm lose Entzündung des Zungen muskels und der Zungenschleimhaut m it nur geringen Beschwer den. Sie kann z. B. durch (All tags-) Verletzungen ausgelös t werden und of t ist gar keine Therapie not wendig.
Hier gelangen Sie zu den verschieden Formen einer G lossitis (Zungenentzündung).
Häufiger klagen Patien ten mit einer Glossodynie auch ü ber Schlafstörungen, Kop fschmerz, Konzentrationsschwächen, Appetit mangel, Depressionen und Än gste. Auch fin det man die Glossodynie häu figer bei Schizophren ie-Patienten.
So vielseitig die Beglei tsymptome (= Kran kheitszeichen) sein können, so kom plex sind auch (leider) die mög lichen Ursachen einer Glossodynie:
(trau matisierende (= verletzende)) Reizungen de r Zunge (z.B. Zungen biss, Verbrühungen d urch zu heißes Essen, defekte Zahn prothesen, scharfe Zahnkan ten, Karies, Zahnstein, kieferorthopäd ische Apparaturen, galvanische St röme durch Metalle)
Vitaminmangel (hpts. B12 und C), Eisen mangel
allergische Reak tionen (Metalle, Speisen,…)
allgeme ine Entzündung des Mundraumes (Stoma titis) oder der Zunge (G lossitis)
Nikotin, Rauc hen, scharfe Speisen
Kieferfehlstellungen
Fol gen von chirurgischen Ein griffen
besondere phys iologische Merkmale (sog. „Landkartenzunge“ oder d ie sog. „Fal tenzunge“,…)
Diabetes mellitus
funktionseingeschrän kte Leber und Anämie (= Blu tarmut)
Piercing (Zungensch muck)
Prothesenunverträglichkeit (Prot hesenstomatitis)
Begleitsymptom der so g. „Moeller-Hun ter-Glossitis“
Begleitsymp tome der sog. „Lichen ruber plan us“ - Krankheit (kom plexes Krankheitsbild mit Verän derungen im Mundbereich)
sexuelle Praktiken (z. B. Oral verkehr, …, insg. sehr selten…)
Nebenwirkun g von sog. „Betablockern“ (= Medi kamente zur Senkung des Blu tdrucks, aber auch zur Migränevor beugung)
Seelische Fak toren (Depression, St ress, Folgen der Wechsel jahre...), meist aber nu r im Sinne schmerzverstärkender Fak toren
Erwähnenswer t sind noch zwei Erkrankungen, die mi t einer Glossodynie einhergehen:
Glossopharyngeus-Neuralgie - D iese Krankheit ist gekennzeichne t durch streng einseitige paroxysm al (= anfallsartig) einschießende, he ftige Schmerzsensationen, die vorw iegend im Bereich des Rac hens, des weichen Gau mens und des Zungengrundes au ftreten, manchmal auch mit Auss trahlung zum Ohr h in oder in die Zäh ne.
Nacken-Zungen-Syndrom - D ieser Kopfschmerz tritt attackenar tig einseitig hinterkopfbetont au f und ist von einer un angenehmen Hypästhesie (= herabgesetzte Empfindlichkei t) bzw. Taubheit und Sch merzen im Bereich der gleich seitigen Zungenhälfte begleitet.
Behandlung der Glossodynie
Sym ptomatisch (= auf die Krankheitszeichen ausger ichtet) können Mun dspülungen mit kühlem Salbeitee oder Salz wasser versucht werden.
Häl t eine Glossodynie trot z einer kausalen (= auf die Ursac he gerichteten) Therapie weite r an, so sind Maßnahmen der spez iellen Schmerztherapie gefrag t. Bei der therapeu tischen Lokalanästhesie (= Behandlung m it einem örtlichen Betäubungsmittel bz w. Lokalanästhetika) komm t es nicht nur zu der gewünsch ten Unterbrechung der Schmerzreizleitun g, sondern für die Wirkzeit des Medikamen ts auch zu einer deutlichen Durchblu tungssteigerung und unter einer guten Durch blutung heilen entzündl iche (Zungenentzündung !), aber auch degenerat ive Prozesse sicher ab.
Bei einer Glossodynie (insbes. bei Entzündung der Zunge) bie ten sich zwei Methoden an :
Es reich t aber nicht aus, d iese Blockaden ab und zu durch zuführen, sondern es ist eine gehäu fte Abfolge erforderlich, so z. B. 1 -2 mal täglich ü ber 10 Tage. Regel mäßig ist allerd ings ein solches Setting nur unter s tationären Bedingungen durch führbar.
Als hil freich hat sich (zusätzl ich) auch eine In fusionsserie mit Lidocain (= ein m ittellang wirkendes, örtliches Betäu bungsmittel) erwiesen. Dabe i werden unter Pu lskontrolle (Monitor) in au fsteigender Dosierung jeweils 50, 100 u. 150 mg gelöst in 200 m l Kochsalz 0,9% m it Hilfe einer In fusionspumpe (z.B. Infusomat) innerhalb einer S tunde verabreicht, wobei sicherheitshal ber ein Abstand von 24 Stun den zwischen den einzelnen I nfusionen eingehalten werden soll te.
*
Die Blockade des
Ganglion cerv
icale superius erfolgt als G
LOA
(= Blockade mit einem O
pium- ähnlichen Wirkstoff),
d
er Nachteil gegenüber der Ver
wendung eines Lokalanästhetikums
(= ört
liches Betäubungsmittel) is
t aber, daß d
ie Wirkung
auch bei w
iederholter Anwendung kaum anhal ten
d ist, da die sympath
ikolytische
(= gefäßerweiternde) Komponente n u
r gering oder gar
nicht ausgepräg
t ist.
Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer
ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen
wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der
verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
Welche Vorteile bietet eine
Schmerzbehandlung im
SCHMERZTHERAPIEZENTRUM Bad Mergentheim?
Große Erfahrung, in der Klinik werden schon seit 1983 ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.
Für gesetzlich versicherte Patienten werden nach § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitations- und für Privatpatienten (auch Beihilfe) Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten.
Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet "Spezielle Schmerztherapie", 1 Jahr Anästhesie sowie 18 Monate Physikalische und Rehabilitative Medizin.
Umfassendes Therapieangebot, Durchführung aller anerkannten schulmedizinischen und einiger naturheilkundlichen Therapieverfahren, auch Akupunktur, bis hin zur Implantation von Morphinpumpen und Rückenmarkstimulationssystemen.
Die Kostenübernahme muß aber vorher bei der Krankenkasse (auch private Kasse oder Beihilfe) beantragt werden.
Wenn Sie Fragen haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes E-Mail: stz-info@t-online.de. Wir informieren Sie prompt. Wir haben über 600 Themen im Internet, diese können wir hier nicht alle auflisten.
Infos können Sie zu jeder
Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am Wochenende!
Tel.:
+49 (0) 7931 - 5493-0
* Fax: +49
(0) 7931 - 5493-50
Wenn Sie ein ernstes Schmerzproblem haben, können wir Sie werktäglich zwischen 11 und 12 Uhr mit einem erfahrenen Arzt verbinden (Tel. 07931-549351).